Ankündigunstext des bat Studiotheaters:

Der Bürger REVISITED 1.1 nach einem Roman von Leonhard Frank
Leicht gekürzt - Gut gewürzt

Mit: Pascal Houdus, Christin Nichols, Elena Nyffeler, Peter Posniak, Moritz Peschke, Aram Tafreshian und einem Chor gewaltbereiter Intellektuelle (GI) aus Berlin.

Regie: Simon Kubisch Kostüme: Katharina Korth, Maria Gamsjäger Dramaturgie: Roman Senkl


Liebe Theaterfreunde und Politikverdrossene,

aus kommerziellen Gründen spielen wir den BÜRGER in dieser Spielzeit nur noch in einer einstündigen Fassung. Das hat den Vorteil dass alle, die den BÜRGER 1.0 schon gesehen hatten, nochmal kommen werden und wir dann alle insgesamt anderthalb Stunden früher wieder zuhause oder am Arbeitsplatz sein können.
Die unterhaltenden Szenen sind nach wie vor in der Show enthalten und viele kleine Extras kamen gewinnbringend hinzu.

Also ab ins bat wenn es das nächste Mal wieder heisst: „Die Finanzmärkte sind wir alle!“.

„Ich weiß nichts. Gar nichts!... Das Ganze ist unerträglich. Ich sage: das Ganze muss ganz und gar anders werden!“

1924 hat Leonhard Frank den Roman „Der Bürger“ geschrieben und hat ihn der bürgerlichen Jugend gewidmet, weil er in ihr eine vollkommen verwirrte und entkontextualisierte Generation vorfand. „Menschen, zeitlebens seelisch gefährdet, Irrenhaus oder Selbstmord! Oder bestenfalls, als Dreißigjähriger ein zuckendes Nervenbündel!“

Und während Leonhard Frank mittlerweile schon fast vollkommen vergessen ist, sind seine Fragen leider notwendiger und aktueller denn je.
Es geht darum, wie man heute leben kann, wenn man denn heute leben kann, ob es also ein richtiges Leben im Falschen gibt und wie denn ein richtiges Leben im Richtigen aussehen könnte.


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